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Haus und Garten

Hauselektrik sanieren: Elektrik im Haus erneuern

Ist die Elektrik im Haus veraltet, wird es Zeit, diese zu sanieren. Denn gerade alte Elektroinstallationen können unter Umständen eine Gefahr für Leib und Leben werden. Allein 2021 wurden 32 % der gemeldeten Brände durch die Hauselektrik verursacht. Oft lag diesen eine in die Jahre gekommene Elektrik zugrunde. Spätestens wenn die Stromleitungen im Haus 30 bis 40 Jahre alt sind, sollten Sie das Gespräch mit einem Elektrofachbetrieb suchen.

Wann sollten Sie die Hauselektrik sanieren?

Gerade in Altbauten entspricht die verbaute Elektrik nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards. So fehlt selbst heute noch in vielen Häusern aus den 60-er und 70-er Jahren ein FI-Schutzschalter. Dabei kann genau dieser kleine Schalter im Ernstfall Leben retten. Schließlich unterbricht er mit einem einzigen Klick die gesamte Stromzufuhr in einem Gebäude. Ein weiteres Problem sind die alten Steckdosen und Lichtschalter. Selbst wenn sie scheinbar noch einwandfrei funktionieren, können dahinter die Kontakte schmoren und irgendwann einen Wohnungsbrand verursachen. Daher ist gerade in Altbauten Vorsicht geboten. Prinzipiell beträgt die durchschnittliche Lebensdauer der Hauselektrik 30 bis 40 Jahre. Doch nicht immer muss bei der Sanierung der Hauselektrik die gesamte Installation erneuert werden. Hier wird zwischen einer Teilsanierung oder Vollsanierung unterschieden. Welche Variante bei Ihnen infrage kommt, muss ein Fachmann entscheiden.

Teilsanierung vs. Vollsanierung

Benötigen Sie lediglich neue Steckdosen oder zusätzliche Steckerplätze, reicht in der Regel eine Teilsanierung in den jeweiligen Zimmern aus. Generell werden bei einer Teilsanierung nur veraltete Lichtschalter oder Steckdosen erneuert – oftmals nur in wenigen Räumen eines Hauses. Jedoch kann sich während der Arbeiten herausstellen, dass umfangreichere Maßnahmen erforderlich sind. Daher sollten Sie bei einer Teilsanierung immer einen Puffer für unerwartete Kosten einplanen. Schnell kann daraus eine Vollsanierung werden. Dahinter verbirgt sich die vollständige Erneuerung der gesamten Hauselektrik inklusive einer neuen Verkabelung im gesamten Haus. Entsprechend hoch ist der Arbeits- und Kostenaufwand. Meist wird eine Vollsanierung im Zuge einer Renovierung durchgeführt.

Was kostet die Sanierung der Hauselektrik?

Wie viel die Sanierung der Hauselektrik kostet, hängt unter anderem vom Materialaufwand ab. In der Regel setzen sich die Kosten aus folgenden Faktoren zusammen:

  • Der benötigten Anzahl neuer Steckdosen, Schalter und Lichtanschlüsse
  • Der Menge an neuen Leerrohren
  • Der Länge der Stromkabel
  • Dem gewünschten Ausstattungsniveau
  • Dem verwendeten Material
  • Der Größe des Hauses oder der Wohnung
  • Dem Alter der Elektroinstallation

So belaufen sich die Kosten für jüngere Häuser auf rund 80 bis 100 Euro pro Quadratmeter. Aber nicht nur der Materialaufwand muss bezahlt werden. Auch der Hauselektriker hat seinen Preis.

Was kostet ein Elektriker?

Die Frage „Was kostet ein Elektriker“ lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Kosten auch immer mit der entsprechenden Leistung in Verbindung stehen. So unterscheiden sich die Kosten für die Installation von Lichtschaltern (ca. 20 bis 30 €) beispielsweise stark von der Installation einer Wallbox (ca. 500 bis 2000 €). Bezüglich der Sanierung der Hauselektrik ist es vor allem das Alter des Gebäudes, das die Kosten für den Elektriker in die Höhe treibt. So muss bei Häusern aus der Vorkriegszeit bis hin zu 1973 in der Regel die gesamte Installation erneuert werden. In diesen Fällen steigt der Arbeitsaufwand rasch an. Hinzu kommen die regionalen Unterschiede bei den Stundenlöhnen. So fallen je nach Wohnort zwischen 55 bis 90 Euro pro Stunde an.

Doch durch Eigenleistungen können Sie die Gesamtkosten deutlich reduzieren. Dazu gehört beispielsweise das Schlagen der Schlitze, das Setzen von Unterputzsteckdosen oder das Verlegen von Leerrohren. Muss der beauftragte Elektriker dann nur noch die Anschlussarbeiten, Inbetriebnahme, Prüfung und Abnahme vornehmen, kann der Bauherr bei den Arbeitskosten bis zu 70 % einsparen.

Ist die Erneuerung wirklich notwendig?

Ob bei Ihnen eine Erneuerung der Elektroinstallation notwendig ist, muss ein Elektriker beurteilen. Dafür bieten Fachbetriebe meistens einen Gesamtcheck des Hauses an. Bewohnen Sie jedoch ein Haus mit einer „klassischen Nullung“, sprich ohne eine verbaute Sicherung mit PE-Leitern (gelb-grüne Schutzleiter), ist eine Sanierung zwingend erforderlich. Ein praktischer Zeitpunkt für eine Sanierung der Hauselektrik ist spätestens dann, wenn Sie eine umfassende Sanierung planen.

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